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Tiergestützte Therapie und Förderung im Seniorenstift:
Georg Schleusner ist „auf den Hund gekommen“
Im Seniorenstift Georg Schleusner ist man im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Hund gekommen“: Seit kurzem bietet Bürgit Heerwald hier mit ihren Hunden Josie, Lucky und Biene eine tiergestützte Therapie und Förderung für die Bewohnerinnen und Bewohner an. Die Erfolge sind enorm –sogar ein Schlaganfallpatient bewegt plötzlich wieder seinen Arm!
Die viereinhalbjährige Malinois-Hündin Josie, eine belgische Schäferhundrasse, die vierjährige Shitsu-Dame Biene und die viereinhalb Monate alte Lucky (Mischling Golden Retriever und Schäferhund) begeistern seit kurzem Bewohner und Personal in der Wittenberger Pflegeeinrichtung: „Unser neues Therapieangebot wird sehr gut angenommen und wir staunen immer wieder über die Reaktionen unserer Senioren“, sagt Heike Fischer, Leiterin des Seniorenstifts Georg Schleusner. Der Kontakt mit den Hunden weckt bei vielen Bewohnerinnen und Bewohnern große Begeisterung bis hin zu körperlichen und geistigen Fortschritten: „Wir haben innerhalb der vergangenen Wochen erlebt, dass Bewohner plötzlich lebhaft zu erzählen beginnen, und einem Schlaganfallpatienten ist es mit Hilfe der Hunde gelungen, seinen Arm wieder zu bewegen“, so Frau Fischer.
Solche Erlebnisse und die große Freude sind für Bürgit Heerwald Ansporn für die Therapie: „Ich bin eigentlich gelernte Krankenschwester, habe aber schon immer mit Hunden gearbeitet und freue mich, dass dieses Pilotprojekt so gut angelaufen ist“, erzählt sie. Zuvor jedoch mussten sowohl Frau Heerwald als auch ihre Hunde einige Prüfungen ablegen: „Die Tiere mussten eine Unterordnungsprüfung und einen Wesenstest ablegen, ich selbst absolviere ein Seminar“, so Frau Heerwald, Fachkraft für tiergestützte Therapie und Förderung. Die tiergestützte Therapie wird allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Abstimmung mit dem Pflegepersonal angeboten – und fast alle sagen zu. „Viele hatten selbst einmal Haustiere und freuen sich, die Hunde streicheln zu dürfen, mit ihnen zu kuscheln oder sogar einfache Übungen auszuführen“, berichtet Frau Heerwald. „Und ich habe auch schon erlebt, dass Bewohner, die von sich selbst behaupteten, Tiere nicht zu mögen, plötzlich zärtlich Josies Fell kraulten“, schmunzelt Frau Heerwald. „Die Hunde strahlen eine unheimliche Ruhe aus, dies überträgt sich positiv auf unsere Bewohner. Der Puls wird ruhiger und das Streicheln des Fells sorgt für ein wohliges Gefühl“, erklärt Frau Heerwald. Manchen genügt es auch, sich die Tiere einfach nur anzuschauen. „Ich gehe auf jeden Bewohner individuell ein und freue mich immer wieder, mit welcher Offenheit meine Hunde und ich empfangen werden.“
An vier Tagen ist Frau Heerwald für jeweils fünf Stunden im Seniorenstift Georg Schleusner aktiv – und sie genießt diese Zeit in vollen Zügen: „Die Bewohnerinnen und Bewohner strahlen, wenn sie die Tiere nur sehen, und für die Mitarbeiter gehören Josie. Lucky und Biene inzwischen schon zum ´Team´“, freut sich Frau Heerwald.
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