Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
Chefarzt: Dr. med. Harry Bromber
Zur Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin gehören die Anästhesieabteilung, die operative Intensivstation und ein Raum zur Überwachung nach der Operation bis zum Aufwachen des Patienten. Die gesamte Klinik ist mit dem Zentral-OP im modern ausgestatteten Funktionstrakt des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stiftes gelegen.
Spektrum der Abteilung
Unsere Ärztinnen und Ärzte führen in Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal etwa 7000 Narkosen und Regionalanästhesien pro Jahr durch. Zu unserem Spektrum gehören alle modernen Arten der Allgemeinnarkose und eine große Bandbreite der bekannten Methoden zur örtlichen Betäubung. Dazu zählt unter anderem auch die rückenmarknahe Leitungsanästhesie zur Linderung der Wehenschmerzen bei einer Entbindung im Kreißsaal. Die meisten Anästhesien werden für die operativen Kliniken Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, und operative Intensivmedizin Orthopädie und Unfallchirurgie, Urologie und Frauenheilkunde/ Geburtshilfe sowohl für stationär als auch für ambulant behandelte Patienten erbracht. Es gibt aber auch bestimmte diagnostische und therapeutische Verfahren in der Kinderheilkunde und der Inneren Medizin, wie zum Beispiel Luftröhrenspiegelungen (Bronchoskopien) und Magenspiegelungen (Gastroskopien), die in besonderen Fällen eine Narkose erforderlich machen.
Außerdem nutzen mehrere niedergelassene Fachärzte und Fachzahnärzte aus Wittenberg die guten Möglichkeiten, die unser Zentral-OP bietet, um spezielle Eingriffe mit Narkose oder mit einer anästhesiologischen Betreuung hier durchzuführen. So operieren zum Beispiel ein Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und ein Facharzt für Innere Medizin/ Kardiologie regelmäßig in unserem Krankenhaus.
Informationen und vorbereitendes Gespräch
Sollten Sie sich einem operativen oder diagnostischen Eingriff, der eine Narkose oder Betäubung erforderlich macht, unterziehen müssen, erläutert Ihnen der Anästhesist das notwendige und geeignetste Narkoseverfahren (Allgemeinnarkose oder örtliche Betäubung oder eine Kombination von beiden).
Vor diesem vorbereitenden Gespräch, das in der Regel am Vortag der Operation durchgeführt wird, erhalten Sie einen Aufklärungsbogen. Dieser enthält schon die wichtigsten Informationen über Narkoseverfahren und deren, wenn auch seltene, aber mögliche, Komplikationen. Wir bitten Sie, die auf diesem Bogen aufgeführten Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand, soweit es Ihnen möglich ist, zu beantworten.
Der Narkosearzt erklärt Ihnen auch die zusätzlichen Maßnahmen, die zum einen der Sicherheit und zum anderen zur Schmerzbehandlung nach der Operation dienen können. Wir besprechen mit Ihnen die allgemeinen Risiken, die durch das Narkoseverfahren und die Operation entstehen und die personenbezogenen Risiken, die sich aus Ihren Vorerkrankungen ergeben. Während dieses Gesprächs haben Sie dann die Möglichkeit, offene Fragen, die sich auf die Narkose oder die örtliche Betäubung beziehen, zu klären. Während des operativen Eingriffs ist der Anästhesist für die Schmerzfreiheit und für die Bewusstseinausschaltung verantwortlich.
Er kümmert sich gleichzeitig um die Überwachung und die Stabilität der lebensnotwendigen Körperfunktionen wie z. B. Atmung und Kreislauf.
Engmaschige Überwachung
Nach dem Ende der Operation und der Narkose betreuen wir die meisten der frisch operierten Patienten in einem Aufwachraum, der sich unmittelbar an den OP-Bereich anschließt. Sie werden von Anästhesieschwestern und -ärzten engmaschig überwacht. Sie bleiben dort, bis alle Körperfunktionen stabil sind, Sie richtig wach sind und bis die nach einem Eingriff auftretenden Wundschmerzen nachhaltig behandelt sind. Die operative Intensivstation ist zurzeit mit 12 Betten ausgestattet.
Jährlich versorgen wir auf dieser Station zwischen 600 und 700 Patienten. Hier betreuen wir überwiegend Patienten, die sich in einem kritischen Zustand zum Beispiel nach einer großen Operation oder nach einem schweren Unfall befinden. Unser erfahrenes Personal kann dort mit Hilfe moderner Geräte schwerstkranke Patienten behandeln.
Leiden Patienten unseres Krankenhauses an ungewöhnlich starken akuten oder auch chronischen Schmerzen, kann ein Anästhesist zur Behandlung hinzugezogen werden.
Die Ärzte unserer Klinik beteiligen sich zusätzlich als Notärzte am Rettungsdienst des Landkreises Wittenberg.
Unser Leistungsangebot
![]() | 6500 bis 7000 Narkosen im Jahr für folgende Fachgebiete: Allgemeine Chirurgie, Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Traumatologie, Frauenheilkunde/Geburtshilfe, Urologie |
![]() | Schmerztherapie bei Patienten des Krankenhauses |
![]() | Teilnahme am Rettungsdienst des Landkreises Wittenberg |
Anästhesiologisch relevante Leitlinien:
http://www.bda.de/06_1_00tabelle.htm
http://www.awmf-leitlinien.de/
Leitlinie zur Behandlung der Sepsis:



