Paul Gerhardt Diakonie
 

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie


Chefarzt: Dr. med. Stephan David (Facharzt für Chirurgie/ Unfallchirurgie, Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie)

Arbeitsschwerpunkte der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift bestehen in der operativen Knochenbruchbehandlung, wobei hier alle technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Das Krankenhaus ist mit der Unfallchirurgischen Klinik von den Berufsgenossenschaften zum Schwerverletztenverfahren zugelassen. Das bedeutet, dass die Klinik zur Behandlung von Patienten nach schweren Arbeitsunfällen berechtigt ist.

 

Weiterhin werden im großen Umfang Operationen der Hüftgelenk-, Kniegelenk- und Schulterendoprothetik durchgeführt. Wir bieten bei geeigneter Indikation und jungen Patienten mit einem Hüftgelenkverschleiß die Versorgung mit einer unzementierten Kurzschaftprothese an. Hier muss im Rahmen der Operation weniger Knochensubstanz geopfert werden. Zu unserem Operationsspektrum gehören operative Arthroskopien an Kniegelenken, Schultergelenken, Sprunggelenken, Ellenbogengelenken und Handgelenken sowie handchirurgische Eingriffe, einschließlich der Mikrochirurgie peripherer Nerven, unter Verwendung des OP-Mikroskopes.

 

Der Erfolg einer Behandlung ist wesentlich an eine optimale Physiotherapie gebunden, die physiotherapeutische Abteilung bietet dazu alle modernen Behandlungsformen an und verfügt über sehr gute apparative und räumliche Voraussetzungen einschließlich einem Bewegungsbad.

 

In der Rettungsstelle können sämtliche Nofallversorgungen durchgeführt werden, in der Ambulanz behandeln die Mitarbeiter der Klinik Patienten nach Arbeitsunfällen sowie vor- und nachstationär.

 

Die Mitarbeiter der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie sind bemüht, die Folgen nach einem Unfall oder nach Verschleißerkrankungen für die Patienten so gering wie möglich zu halten, um eine frühestmögliche Wiedereingliederung in den Lebensalltag und das Berufsleben zu erreichen.

 

Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie verfügt über 54 Betten, zusätzlich stehen Betten auf der operativen Intensivstation zur Verfügung. Jährlich werden hier mehr als 2100 Patienten stationär behandelt, davon werden etwa 1800 operiert.

Besondere Leistungen der Klinik

Knochen-Knorpel-Transplantation

„Als besondere Spezialleistung bieten wir bei lokalisierten Knorpelschäden die Knorpel-Knochen-Transplantation an. Dabei wird mit einem diamantbeschichteten Instrumentarium körpereigenes Gewebe transplantiert. Damit kann möglicherweise die Implantation einer Endoprothese verzögert oder sogar vermieden werden“, berichtet der Chefarzt.

 

 


Vertebro- und Kyphoplastie

Patienten mit osteoporotisch bedingten schmerzhaften Sinterungsfrakturen der Wirbelsäule werden nach bildgebender Diagnostik (CT, ggf. MRT) und bestehender Indikation durch Zementstabilisierung des/der betreffenden Wirbelkörper(s) behandelt. Die überwiegende Mehrzahl der Patienten ist nach dem Eingriff deutlich beschwerdefreier.

In Zusammenarbeit mit unserer Klinik für Innere Medizin wird bereits während des stationären Aufenthaltes mit einer medikamentösen Osteoporoseprophylaxe begonnen und ein Plan für die ambulante medikamentöse Weiterbehandlung erstellt.

 

Operationen bei instabilen Wirbelkörperfrakturen

In Fällen von frischen Wirbelkörperfrakturen insbesondere im Brust- und Lendenwirbelsäulenbereich wird eine Stabilisierungsoperation mittels innerem Festhalter und wenn nötig in einem weiteren Eingriff die Gegenstabilisierung mit Knochenspänen oder einem Titankörbchen vorgenommen. So ist eine schnelle postoperative Mobilisierung möglich, Verletzungen des Rückenmarkes durch Knochenfragmente kann vorgebeugt werden.