Paul Gerhardt Diakonie
 

Klinik für Innere Medizin

Chefarzt: Prof. Dr. med. habil. Peter Jehle (Facharzt für Innere Medizin, Nephrologe, Endokrinologe und Diabetologe)

 

Die Klinik für Innere Medizin verfügt über sieben Schwerpunktstationen. Neben der allgemeininternistischen Versorgung auf allen Stationen werden spezialisierte und fachlich qualifizierte Behandlungseinheiten für die Schwerpunkte Angiologie, Diabetologie-Endokrinologie, Gastroenterologie, Geriatrie, Intensivmedizin, Kardiologie-Nephrologie-Pneumologie sowie Onkologie-Palliativmedizin angeboten und Spezialambulanzen vorgehalten. In der funktionsdiagnostischen Abteilung steht ein umfangreiches Spektrum moderner Untersuchungsmethoden und Behandlungsverfahren zur Verfügung.

 

Angiologie (1. OÄ Dr. R. Schmidt, OÄ I. Barth)

Erkrankungen des arteriellen und venösen Gefäßsystems behandeln wir auf der angiologischen Station. In Zusammen- arbeit mit der radiologischen Abteilung und der gefäßchirurgischen Klinik unseres Hauses sowie mit dem Herzzentrum Coswig suchen wir im Deutschen Panvaskulären Kompetenzzentrum (DEPAK) für Patienten mit Mehrgefäßerkrankungen die optimale Therapie. Außerdem besteht auf dieser Station die Möglichkeit, Patienten mit Infektionskrankheiten separat zu betreuen.

 

Diabetologie und Endokrinologie (OÄ I. Barth, Dr. I. Miller, Prof. Dr. P. Jehle)

Unser Diabetesteam besteht aus Spezialisten für Endokrinologie und Diabetologie, Diabetesassistentinnen, Diabetesberaterinnen, Diätassistentinnen, medizinischen Fußpflegeschwestern und Stationsschwestern. Auf der Station werden strukturierte Schulungsprogramme für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker angeboten. Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung des diabetischen Fußsyndroms mit dem Ziel, die Amputationsrate zu senken. Hierzu kooperieren wir eng mit ortsansässigen Sanitätshäusern und veranlassen eine Fußsohlendruckbelastungsmessung und die Anfertigung individuell angepasster Schuhe.

 

Gastroenterologie (OÄ C. Czichy)

Auf der Bauchstation werden in enger Kooperation mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie/Phlebologie Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse betreut. Neben einem breiten Spektrum diagnostischer Methoden können auch endoskopische Eingriffe wie z.B. Entfernungen von Gallensteinen aus den Gallenwegen erfolgen. Ambulant wer- den Magen- und Darmspiegelungen auch im Rahmen der Krebsvorsorge angeboten.

 

Geriatrie (OÄ Dipl. Med. I. Kraußlach, OA J. Schumacher)

In dieser Spezialeinheit werden ältere Patienten der verschiedenen Fachabteilungen des Krankenhauses mit im Vordergrund stehenden komplexen Erkrankungen nach den Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Geriatrie behandelt. Der in Sachsen-Anhalt unter dem Dach der Inneren Medizin angesiedelte Schwerpunkt Geriatrie versteht sich als Querschnittsfach und arbeitet im multiprofessionellen Team (Geriater, Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Neuropsychologie).

 

Intensivmedizin (OA Dr. B. Schulze)

Auf der internistischen Intensivstation behandeln wir nahezu alle lebensbedrohlich internistisch Erkrankten unseres Versorgungsbereiches. Das Team unserer Intensivstation setzt sich aus speziell weitergebildeten Ärzten/innen, Pflegern und Schwestern zusammen. Neben verschiedenen Formen der künstlichen Beatmung zur Unterstützung der Lungenfunktion stehen etablierte Verfahren der Nierenersatztherapie und zur Unterstützung der Herz-/Kreislauffunktion zur Verfügung. 

 

Kardiologie, Nephrologie (OÄ Dipl.Med. M. Jentzsch, Prof. Dr. P. Jehle) und Pneumologie (I. Schumacher, OÄ Dr. E. Hobrack)

In dieser Station werden Patienten mit Herz-, Lungen- und/ oder Nierenerkrankungen behandelt. Der Schwerpunkt Kardiologie widmet sich der Diagnostik und Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Implantation, Programmierung und Kontrolle von Herzschrittmachern wird bei stationären Patienten von uns durchgeführt. Auf dem Gebiet der interventionellen Kardiologie und Herzchirurgie arbeiten wir eng mit dem Herzzentrum Coswig im Rahmen des Deutschen Panvaskulären Kompetenzzentrums (DEPAK) zusammen. Der Schwerpunkt Nephrologie widmet sich vor allem der Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Nierenerkrankungen. Die Frühdiagnose von Nierenerkrankungen und die Vermeidung der dialysepflichtigen Niereninsuffizienz ist uns ein besonderes Anliegen. Patienten mit hochgradiger Niereninsuffizienz können rechtzeitig auf die Behandlung mit der künstlichen Niere oder die Bauchfelldialyse vorbereitet werden. Wo immer möglich, wird bei Dialysepatienten eine Nierentransplantation angestrebt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem KfH-Dialysezentrum, der nephrologischen Praxis Dr. med. Queck, den Kliniken für Urologie und Gefäßchirurgie sowie der Abteilung für Radiologie sind wir ein interdisziplinäres Nierenzentrum. Der Schwerpunkt Pneumologie ist auf die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Atemwegserkrankungen spezialisiert. Die lungen- und thorax- chirurgische Versorgung der Patienten erfolgt in enger Kooperation mit den in der Umgebung spezialisierten pneumologischen Zentren.

 

Onkologie (Ltd. OÄ Dr. C. Winkelmann) und Palliativmedizin (OÄ Dr. B. Kühn)

Die Behandlung von Patienten mit Tumoren der inneren Organe sowie Patienten mit gut- und bösartigen Erkrankungen des Blutes erfolgt in bewährter Zusammenarbeit mit unserer Klinik für Allgemeinchirurgie sowie den onkologischen Abteilungen der Universitäten Halle-Wittenberg und Leipzig sowie den Abteilungen für Strahlentherapie der Universität Halle-Wittenberg und des Klinikums Dessau. In der wöchentlich abgehaltenen interdisziplinären Tumorkonferenz (Leitung Oberärztin Dr. C. Winkelmann) werden fachübergreifend komplizierte Patientenfälle besprochen und Therapiepläne festgelegt.

 

Bestandteil der onkologischen Station ist eine integrierte Palliativeinheit mit 8 Palliativbetten in Einzelzimmern. Hier erfahren Patienten mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung eine ganzheitliche Behandlung. Dabei liegt das Hauptziel in der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihrer oft mitleidenden Angehörigen. Palliativmedizin und –pflege ermöglichen durch speziell ausgebildete Ärzte und Schwestern eine Beherrschung von Schmerzen und Linderung anderer quälender Symptome. Unterstützt werden sie durch Sozialfürsorger, Physiotherapeuten, Seelsorger und ehrenamtliche Mitarbeiter des Hospizdienstes.