Sicherer Babyschlaf
Maßnahmen, um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu verringern:
- Die Rückenlage ist am sichersten!
Das Baby sollte vom ersten Tag an immer - auch mittags - auf dem Rücken schlafen. Allein diese Schlaflage senkt das Risiko um 50 Prozent.
Babys, die im "Paul-Gerhardt-Stift" das Licht der Welt erblicken, bekommen dank großzügiger Sponsoren einen Schlafsack geschenkt.
- Überwärmung ist gefährlich!
16 bis 18 Grad im Schlafzimmer sind völlig ausreichend: Lieber Schlafsack statt Decke und kein Mützchen. Keine Kissen ins Bett legen.
- Schlafen im eigenen Bett im Eltern-Schlafzimmer!
Im Elternbett kann es einem Baby schnell zu warm werden - deshalb das Kind lieber ins eigene Bettchen legen.
- Rauchen ist schädlich!
Rauchen in der Schwangerschaft und nach der Geburt in der Wohnumgebung erhöht das Risiko ganz beträchtlich. Verzichten Sie bitte darauf!
- Stillen ist gesund!
Wenn möglich, sollten Sie Ihr Kind bis zum 6. Monat stillen.
Rund um´s StillenWichtige Tipps für die StillzeitMuttermilch ist optimal an die Bedürfnisse des Babys angepasst. Sie verändert sich in der Zusammensetzung mit dem Wachstum des Kindes und enthält nicht nur alle lebensnotwendigen Nährstoffe, sondern auch Enzyme, die das noch ungeübte Verdauungssystem des Babys unterstützen. Abwehrstoffe in der Muttermilch schützen das Baby außerdem vor Infektionen. Die sogenannte Vormilch (Kolostrum), die das Baby in den ersten zwei bis sechs Tagen trinkt, ist besonders reich an Abwehr- und leicht verdaulichen Eiweißstoffen ist. Diese Vormilch erleichtert dem Kind auch den ersten Stuhlgang (Kindspech).
Damit ist es mit dem Stillen klappt, sollten Sie sich schon während der Schwangerschaft damit beschäftigen. Wichter als körperliche Vorbereitung ist dabei die innerliche Einstellung: Freuen Sie sich auf das Stillen, und lassen Sie sich in Gesprächen mit Hebammen informieren.
Ist Ihr Kind geboren, erfolgt das erste Stillen im Idealfall in den ersten 30 Minuten nach der Geburt. Zu dieser Zeit sind die Neugeborenen besonders wach und der Saugreflex sehr stark ausgeprägt. Durch ein frühzeitiges Anlegen wird die Milchproduktion gefördert und das "Einschießen" der Milch erleichtert. Je häufiger Ihr Baby an der Brust saugt, desto mehr Milch fließt. Bis Sie und Ihr Kind ein "eingespieltes" Team sind, brauchen Sie möglicherweise ein wenig Übung. Verlieren Sie deshalb nicht die Geduld, wenn Ihr kleiner Schatz zunächst schlecht trinkt oder nur wenig Milch kommt.
Auch nach einem Kaiserschnitt können Sie problemlos stillen. Sofort nach Abklingen der Narkose kann das Baby angelegt werden.
Beim Stillen wird sich Ihr Kind schon bald auf einen eigenen Rhythmus einpendeln. So oft sich Ihr Baby meldet, sollte es angelegt werden, anfangs wird dies aller zwei bis drei Stunden oder sogar noch häufiger sein. Für die Dauer der Stillmahlzeit gibt es keine allgemeinen Regeln, denn an der Brust stillt das Kind nicht nur seinen Hunger, sondern auch sein Bedürfnis nach Wärme und Geborgenheit. Lassen Sie das Baby in jedem Fall immer an beiden Brüsten trinken, dabei jedoch immer erst eine Seite leer trinken lassen, bevor sie auf die andere Seite wechseln. Beginnen Sie die nächste Mahlzeit jeweils mit der Brust, an der das Kind zuletzt getrunken hat. Weitere TippsStress, Hektik, und Aufregung haben beim Stillen nichts zu suchen und lassen den Milchfluss schnell versiegen. Nehmen Sie sich deshalb genügend Zeit zum stillen. Außerdem müssen Sie selbst mindestens zwei Liter täglich trinken, denn auch dies trägt zur Förderung der Milchproduktion bei. Empfehlenswert sind stille oder kohlensäurearme Mineralwasser, Milch oder Tee mit Kümmel, Fenchel, Anis und Brennessel. Halten Sie Ihre Brust außerdem warm, denn Wärme erleichtert den Milchfluss. Etwa nach der sechsten Woche und nochmals nach dem dritten Monat haben Babys einen Wachstumsschub, und scheinen nicht satt zu werden. Bleiben Sie ruhig und geben nicht die Flasche, denn dann kommt noch weniger Milch. Legen Sie Ihr Baby einfach öfter an, so wird die Milchproduktion angeregt. Nach ein bis zwei Tagen sollte sich wieder ein Gleichgewicht eingestellt haben.
Unser StillcaféSollten Sie Probleme oder Fragen zum Stillen haben oder die wunderschöne Zeit gemeinsam mit anderen Müttern verbringen wollen, laden wir Sie herzlich in unser Stillcafé ein. Jeweils dienstags von 10 bis 11 Uhr beantworten zwei ausgebildete Stillberaterinnen ihr Fragen und geben Hinweise und Tipps für die ersten Wochen mit Ihrem Kind.
Weitere Informationen und Anmeldungen bei Schwester Doreen Rausch und Schwester Katrin Karrasch unter Tel.: 03491 - 50 37 04.
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